Statement:Aus für DATI: Hochschulen für angewandte Wissenschaft werden von der GroKo nicht ernst genommen
Die schwarz-rote Bundesregierung hat angekündigt, die bereits beschlossene und geplante Deutsche Agentur für Transfer und Innovation, DATI, zu stoppen. Das Projekt der Ampelkoalition war in die Wege geleitet worden, um mit Millionen Investitionen den Wissenschaftstransfer zu stärken. Als Standort hatte sich 2022 Erfurt beworben und die Zusage erhalten, womit auch explizit eine Stärkung der Ostdeutschen Wissenschaftslandschaft verbunden war. Nach einem Konzept aus dem vergangenen Jahr waren für Personal- und Sachkosten bis einschließlich 2029 rund 97 Millionen Euro vorgesehen. Diese Zusagen sind nun allerdings von der neuen Bundesregierung gekippt worden.
Die schwarz-rote Bundesregierung hat angekündigt, die bereits beschlossene und geplante Deutsche Agentur für Transfer und Innovation, DATI, zu stoppen. Das Projekt der Ampelkoalition war in die Wege geleitet worden, um mit Millionen Investitionen den Wissenschaftstransfer zu stärken. Als Standort hatte sich 2022 Erfurt beworben und die Zusage erhalten, womit auch explizit eine Stärkung der Ostdeutschen Wissenschaftslandschaft verbunden war. Nach einem Konzept aus dem vergangenen Jahr waren für Personal- und Sachkosten bis einschließlich 2029 rund 97 Millionen Euro vorgesehen. Diese Zusagen sind nun allerdings von der neuen Bundesregierung gekippt worden.
Pippa Schneider, Sprecherin für Wissenschaft und Hochschulen der GRÜNEN Fraktion im Landtag kommentiert diese Entwicklung:
„Das ist ein klarer Wortbruch der schwarz-roten Koalition und auch ein verheerendes Signal gerade für die anwendungsbezogene Forschung und den Transfer. Es ist skandalös wie hier vonseiten der Politik, insbesondere der Ministerin Dorothee Bär, mit der anwendungsbezogenen Wissenschaft umgegangen wird. Gerade auch die Hochschulen für angewandte Wissenschaft dürfen nicht länger als kleiner Bruder der Unis herabgesetzt werden, sondern müssen mit ihren eigenständigen Profilen und Stärken ernst genommen werden.“
Zur Situation in Niedersachsen ergänzt Schneider weiter: „Auch hier bei uns in Göttingen haben wir mit der HAWK eine herausragende Hochschule für angewandte Wissenschaft. Bei der anstehenden Novelle des Niedersächsischen Hochschulgesetzes wollen wir einen Fokus auch auf die HAWen legen und ein eigenständiges Promotionsrecht für besonders forschungsstarke Bereiche an den HAWen einführen. Außerdem fassen wir das Thema Gleichstellung an den HAWen an, indem wir die Berufungsbedingungen für Professor*innen flexibilisieren und modernisieren.“