Razzien beim Königreich Deutschland auch im Harz

Am heutigen Dienstag hat der Bundesinnenminister die Gruppierung „Königreich Deutschland“ um den selbsternannten König Peter I. verboten. Seit dem frühen Morgen finden bundesweit Hausdurchsuchungen statt, auch in den Gemeinden Walkenried und Bad Lauterberg. Hier hatte die Gruppe 2023 das ehemalige Kurhotel am Wiesenbeker Teich erworben, um ein Seminarhaus daraus zu errichten.

Am heutigen Dienstag hat der Bundesinnenminister die Gruppierung „Königreich Deutschland“ um den selbsternannten König Peter I. verboten. Seit dem frühen Morgen finden bundesweit Hausdurchsuchungen statt, auch in den Gemeinden Walkenried und Bad Lauterberg. Hier hatte die Gruppe 2023 das ehemalige Kurhotel am Wiesenbeker Teich erworben, um ein Seminarhaus daraus zu errichten.

Dazu kommentiert die Grüne Landtagsabgeordnete Pippa Schneider:
"Das Verbot und die Razzien gegen die Reichsbürgervereinigung des sogenannten Königreichs Deutschland ist ein absolut richtiger Schritt. Dass Reichsbürger keine harmlosen Spinner sind, davor warnt die Wissenschaft seit Jahren und spätestens seit den Razzien gegen die hoch bewaffnete Gruppe um Prinz Reuß und Schüssen auf Polizist*innen wissen wir um deren Gefährlichkeit. Das Verbot zeigt, dass unsere Demokratie wehrhaft ist gegen deren Feinde.

Reichsbürger, Querdenker und Corona-Leugner sind spätestens seit der Pandemie auch in unserer Region immer mehr vernetzt und dort immer präsenter. Verbindendes Element sind hier Verschwörungsideologien, die auf Menschenfeindlichkeit und Ungleichwertigkeitsideologien wie Antisemitismus beruhen. Hierzu zählt auch die Gruppierung Königreich Deutschland und ihre Aktivitäten am ehemaligen Kurhotel in Bad Lauterberg. Bestens vernetzt mit anderen Akteuren der Bundesweiten Gruppierung sollte hier ein Gesundheits- und Seminarhaus entstehen. 

Wir sollten daher weiterhin mit Wachsamkeit die Aktivitäten in der Region beobachten und bei rechter Stimmungsmache immer wieder laut widersprechen. Wichtig ist hier, sich als Zivilgesellschaft und Politik vor Ort immer wieder aktiv gegen rechte Tendenzen zu stellen.”

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